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Eine Meldung von rp-online.de vom 28.02.03:     Mit Botox gegen Schweiß
Botox hilft nicht nur gegen Falten. Foto: AP
Neu-Isenburg (rpo). Mit Botox werden bei schönheitsbesessenen Damen gerne mal die Stirnfalten lahm gelegt. Jetzt haben Mediziner aber entdeckt, dass das Gift auch eine andere Wirkung hat: Es kann bei übermäßiger Schweißbildung helfen.

Krankhaftes Schwitzen beeinträchtigt die Lebensqualität stärker als Akne oder Schuppenflechte. Wie der Starnberger Dermatologe Marc Heckmann in der "Ärzte Zeitung" berichtet, können die Schweißdrüsen aber mit dem Bakteriengift Botulinumtoxin lahm gelegt werden. Damit lasse sich der Körpergeruch deutlich verbessern. Versagten bei den Patienten Standardtherapien wie das Auftragen von Aluminiumchlorid, biete sich das Bakteriengift als wirksame Option an. Das Toxin werde flächig in die betroffenen Körperregionen wie Achselhöhlen oder Handflächen gespritzt.

"Als unerwünschte Wirkung kann Botulinumtoxin vorübergehend die Handmuskeln schwächen, was jedoch die Patienten nicht wesentlich beeinträchtigt und binnen weniger Wochen wieder abklingt", sagt Heckmann. Die Behandlung wirke etwa sechs Monate, danach müsse sie wiederholt werden. Mit der Therapie werde aber nicht nur die Schweißbildung unterdrückt. In einer Studie konnte der Dermatologe nachweisen, dass auch der Achselschweiß weniger unangenehm riecht.

Dazu wurden bei betroffenen Patienten eine Achsel mit dem Toxin und eine mit einem Placebo behandelt. Die Testpersonen mussten 24 Stunden lang ein T-Shirt tragen. Freiwillige bewerteten dann Intensität und Qualität des Geruchs. Die mit Botulinumtoxin behandelten Achselhöhlen schnitten laut Heckmann deutlich besser ab.